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Antibiotika


Antibiotikaempfindlichkeitsstatistiken ausgewählter Erreger

Der Zugriff auf die Daten erfolgt über unsere Intranetseite und ist nur innerhalb der UMR zugänglich.


Im Folgenden werden...

Im Folgenden werden sowohl für das gesamte Universitätsklinikum als auch für einzelne Einrichtungen Antibiotikaempfindlichkeitsstatistiken ausgewählter Bakterien bzw. Antimykotikaempfindlichkeitsstatistiken einiger Hefen aufgelistet. Die Daten werden aus den Untersuchungsergebnissen des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene mittels der speziellen HyBase® -Statistiksoftware generiert und aktualisiert.

Die Auswahl der Erreger erfolgt unter den Kriterien der pathogenetischen Bedeutung und der Häufigkeit ihres Nachweises. Für diese Erreger werden Empfindlichkeiten gegenüber regelhaft getesteten Antibiotika / Antimykotika ausgewiesen.

Die einzelnen Statistiken werden jährlich aktualisiert. Sollten Sie aus begründetem Anlass vorübergehend eine Änderung der Aktualisierungsfrequenz für notwendig erachten, wenden Sie sich bitte an uns. Auch die Auswahl der Erreger und die Art der dargestellten Antibiotika / Antimykotika werden jährlich auf Aktualität bzw. Repräsentativität geprüft.

Zur positiven Steuerung Ihrer Therapieentscheidung sind in den Statistiken jeweils die Prozentwerte der für ein Antibiotikum empfindlichen Erreger und in Klammern die Anzahl der untersuchten Isolate dargestellt.
Die Anordnung der Erreger innerhalb der Listen erfolgt alphabetisch, die Anordnung der Antibiotika dagegen nach ihrer Zuordnung zu Wirkstoffgruppen. Damit werden gleichzeitig vorhandene und ggf. miteinander verknüpfte Resistenzeigenschaften bzw. -entwicklungen besser sichtbar. Hier können bei begründetem Bedarf Umordnungen vorgenommen werden.

Wozu können Sie diese Statistiken nutzen?

  • Sie können internationale oder nationale kalkulierte Therapieleitlinien für typischerweise zu erwartende Erregerspektren mit den aktuellen Empfindlichkeiten der lokal vorhandenen Erreger vergleichen ("Listen to your hospital" der Tarragona-Strategie) und somit abschätzen, ob diese Leitlinien bei einer kalkulierten Therapie auch in Ihrer Einrichtung Gültigkeit haben

  • Sie können bei einem massenspektrometrisch bzw. molekularbiologisch geführten Erregernachweis ("der Keimname ist bekannt, das Antibiogramm (noch) nicht") eine kalkulierte Therapie auf der Basis der aktuellen lokalen Resistenzstatistik verabreichen.
    Bitte beachten Sie für die Mitteilung "S. aureus nachgewiesen", dass die Gruppierung dieses Isolats unter die Rubriken MSSA oder MRSA von dessen Resistenzmuster abhängt und Sie ggf. bis zum Vorliegen des Resistenztestungsergebnisses eine MRSA-wirksame kalkulierte Therapie verabreichen müssen.

  • Sie können die mittel- und langfristigen Folgen Ihrer Antibiotikatherapien auf die Resistenzlage der bei Ihnen vorhandenen Erreger beurteilen und zur Minderung eines wahrnehmbaren Selektionsdrucks ggf. Adjustierungen Ihrer kalkulierten Therapieschemata vornehmen

  • bitte beachten Sie, dass Resistenzdaten für weniger als 20 Isolate einer Erregerspezies im Untersuchungszeitraum statistisch in der Regel wenig bzw. nicht aussagekräftig sind und damit keine solide Grundlage für die Auswahl eines Antibiotikums bzw. Antimykotikums sind

Was sollten Sie noch über die Statistiken und deren Zustandekommen wissen ?

Die Statistiken werden Patienten-bereinigt erstellt. Das bedeutet, dass ein von einem Patienten mehrmals nachgewiesener Erreger nur einmal, und zwar als das Isolat mit der ausgeprägtesten Resistenz, in die Statistik eingeht. Als zeitliche Obergrenze für die Bereinigung wurden zwei Monate festgelegt, bei einem größeren Abstand zwischen zwei Nachweisen einer Keimart werden diese unter der Annahme, dass der Patient mit größter Wahrscheinlichkeit erneut aufgenommen wurde, als zwei unabhängige Isolate gezählt.

Erreger mit besonderen Resistenzmustern (z.B. ESBL-Enterobakterien) werden durch das IMIKRO kontinuierlich entsprechend § 23 Infektionsschutzgesetz (IfSG) erfasst. Sie finden diese Information für den Fall von mindestens drei Nachweisen auf einer Station pro Monat unter der Rubrik "Klinisch-mikrobiologische Daten / Hinweise" auf der der IMIKRO-Homepage.

Diese und eine Reihe nicht aufgelisteter, EDV-technisch bedingter Besonderheiten können Detaildaten beeinflussen. Dies ist für die Patientenversorgung in aller Regel belanglos, kann aber bei einer Nutzung der Daten für wissenschaftliche Zwecke von Bedeutung sein. Deswegen (und aus Gründen der Fairness gegenüber den IMIKRO Mitarbeitern, die diese Statistiken unter Einsatz besonderer Arbeitszeiten erstellen) sollten Sie sich bei dem Wunsch nach wissenschaftlicher Nutzung der Daten bereits im Planungsstadium an das IMIKRO wenden, um die Analysen frei von unnötigen Fehlern zu halten und Ihre wertvolle Zeit nicht in ggf. suboptimale Analysen zu stecken.

Ferner bietet das Statistikprogramm eine Reihe von graphischen Darstellungsmöglichkeiten, die eine Nutzung für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erst richtig attraktiv machen. Diese stellen wir Ihnen bei Bedarf gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner

Als Ansprechpartner für die o.g. Optionen sowie für die Erläuterung von Details des Statistikprogramms stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. rer. nat.

Kerstin Köller

  • Mikrobiologin
    am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene

+49 (0) 381 494 5928
+49 (0) 381 494 5913
+49 (0) 381 494 5902

kerstin.koeller{bei}med.uni-rostock.de

Raum: 262, 1. OG

OA PD Dr. med. habil.

Philipp Warnke

  • Leiter der Sektion Hygiene am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene
  • Oberarzt am Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene
  • Stellv. Krankenhaushygieniker der Universitätsmedizin Rostock
  • Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
  • Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin

 +49 (0) 381 494 5930
 +49 (0) 381 494 5902

philipp.warnke{bei}med.uni-rostock.de

Schließlich

Die Daten sollen innerhalb der Universitätsklinik eifrig zum Besten unserer Patienten genutzt werden. Sie sind allerdings vertraulich und dürfen nicht an Dritte außerhalb des Klinikum weitergereicht werden. Deswegen enthalten die Seiten elektronische Wasserzeichen, die eine Rückverfolgung möglich machen.